Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, was eine Staude wirklich Wert ist?
Je nach Art und Sorte benötigen Stauden ein halbes Jahr bis zu 5 Jahren von der Vermehrung bis zur verkaufsfertigen Pflanze. Je länger eine Staude braucht, umso teuer wird sie natürlich. Einige Mutterpflanzen sind beim Teilen sehr ergiebig, aus anderen erhält man nur 2 bis 4 neue Pflanzen. Das schlägt sich dann auf den Preis nieder.
Vergleichen Sie einmal die Preise von Sommerblumen, die nur rund 5 Monate halten, oder Topfpflanzen wie Weihnachtssternen und ähnlichen, mit den Preisen der Stauden die oft über viele Jahre im Garten bleiben (z.B. Hosta oder Pfingstrosen), mache sogar länger als ein Menschenleben.
In England, USA oder auch Frankreich kosten Stauden 2 bis 3 mal soviel wie bei uns. Die Menschen dort messen der Staude einen ganz anderen Stellenwert zu als z.B. in Deutschland und Holland. Die Staudenvermehrung und –anzucht benötigt sehr viel Handarbeit. Stecklinge schneiden oder teilen geht nicht mit Maschinen. Das kostet also viel Arbeitslohn, der auch im Gartenbau pro Stunde, je nach Qualifikation des Arbeiters zwischen 30 und 50 Euro kostet inklusive aller Nebenkosten, die dem Arbeitgeber entstehen. Deshalb ist es natürlich nicht möglich, wenn ein Kunde für 40 Euro Stauden einkauft hat, und vom Personal eine halbe Stunde bedient wurde, diesem auch noch einen Rabatt einzuräumen, wie häufig gefordert wird. In einem Textilgeschäft z.B. geht es um ganz andere Preisspannen zwischen Einkauf und Verkauf. Im Restaurant gibt man für ein kurzes Vergnügen ruck zuck 100 Euro aus und gibt der Bedienung auch noch Trinkgeld. Gar nicht zu sprechen von einem zweiwöchigen Urlaub am Mittelmeer, wie schnell ist der vorüber!
Wie klein und bescheiden sind da doch die Preise der Stauden, an denen man sich Jahr für Jahr erfreuen kann!