Unter den gartenwürdigen Stauden gibt es viele beeindruckende sehr groß werdende, die man auch als Garten – Giganten bezeichnen könnte. Die Höhenangaben im Katalog sind bei diesen „Riesen“ nur relativ zu sehen. Wenn sie z.B. mit 170 cm angegeben sind, werden sie auf mageren Böden vielleicht nur 140 cm, während sie auf nährstoffreichen fetten Lehmböden oft über 250 cm erreichen können.
Ein gutes Beispiel ist die wunderschöne Helianthus orgyalis, die mich bei einem Kollegen in Norddeutschland, ausgepflanzt neben einem Komposthaufen, mit einer Höhe von 5 bis 6 m so sehr beeindruckte, dass ich sie sofort ins Sortiment aufnahm. Auf unserem sommertrockenen Sandboden erreicht sie nur eine Höhe von 250 – 300 cm. Ihre beeindruckende Gestalt, mit ihrem schmalen weidenblattartigen gesunden Laub, behält sie aber trotzdem.
Dass die Garten – Giganten es jedes Jahr auf’s Neue immer wieder schaffen, vom Frühjahr bis zum Hochsommer, einige sogar noch früher, ihre volle Höhe zu erreichen, grenzt an ein Naturwunder. Der Mensch benötigt dazu viele Jahre und schafft es doch nur mit einigen Tricks, die größten der ausgewachsenen Riesen von oben zu bewundern. Dieses muss aber auch nicht sein, denn was gibt es schöneres, als zwischen diesen Giganten zu „wandeln“, das Laub rascheln zu hören, den Duft der Blüten wahrzunehmen, die dicken Stängel sich im Wind wiegen zu sehen und zu beobachten, wie Vögel, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge von Pflanze zu Pflanze schweben um ihrer Aufgabe nachzugehen! Alle Sinne, die uns gegeben wurden, sollten wir einschalten, um den Garten richtig zu geniessen!
Hier nun eine Auswahl. Die genauen Standortbedingungen schauen sie bitte im Katalogtext nach!
Die wirklichen Giganten über 250cm bis 500 cm:
Aralia cachemeriana – Cardiocrinum giganteum – Gunnera manicata – Helianthus orgyalis – Helianthus salicifolius – Rheum australe –Silphium perfoliatum – Thalictrum x delavayi Elin
Gräser über 250 cm bis 500 cm:
Arundo donax - Cortaderia selloana Sunningdale Silver – Fargesia murielae in Sorten – Miscanthus in Sorten – Pseudosasa japonica
Die etwas kleineren Riesen über 170 cm bis 240 cm:
Agastache x rugosa Serpentine – Alcea in Sorten – Allium giganteum – Aralia racemosa – Aruncus dioicus – Aster novae-angliae und umbellatus, auf nahrhaften Böden - Cephalaria gigantea – Cimicifuga ramosa in Sorten – Coreopsis tripteris – Delphinium x elatum, die höchsten Sorten – Eremurus robustus – Eupatorium fistulosum in Sorten –
Ferula communis –Foeniculum vulgare Atropurpureum – Helenium auf nahrhaften Böden – Helianthus decapetalus in Sorten – Helianthus microcephalus – Inula helenium und magnifica – Leonurus cardiaca, auf nahrhaften Böden – Ligularia stenocephala in Sorten – Rheum palmatum var. tanguticum – Rudbeckia maxima und nitida Herbstsonne – Sanguisorba tenuifolia – Silphium laciniatum – Telekia speciosa – Thalictrum flavum ssp. glaucum – Verbascum bombyciferum – Vernonia crinita – Veronicastrum auf nahrhaften Böden
Gräser und Farne über 170 bis 240 cm:
Cortaderia in Sorten - Miscanthus in Sorten – Molinia arundinacea in Sorten – Panicum virgatum Cloud Nine – Panicum weitere Sorten auf nahrhaften Böden – Stipa gigantea – Woodwardia fimbriata als Farn