Stauden eignen sich prima zur Kombination mit Gehölzen. Ein paar Dinge sind jedoch auch hier zu beachten, vor allem, wenn sich die beiden recht nahe kommen. Die Gehölze dürfen nicht zuviel Druck durch Schatten auf durstige Wurzeln ausüben. Die Stauden sollten anpassungsfähig an wechselnde Licht- und Bodenverhältnisse sein.
Stauden unter Gehölze :
Stauden unter Gehölze zu pflanzen ist eine ideale Lösung für Neuanlagen. Die erste Staudengarnitur für einen neuen Garten mit aufgefahrenem Mutterboden, jungen Gehölzen und viel Sonne könnte Frauenmantel, Goldfelberich, Bergenie, Kissen-Astern, Spornblume und Storchschnabel sein.
Bei der Auswahl der Pflanzen sollte man Entwicklungstempo und -richtung vorausschauend berücksichtigen. Die Gehölze sollten ein lichtes Blätterdach und tiefe Wurzeln haben, z.B. Zier-Kirschen. Attraktive baumartige Sträucher mit staudenverträglichem Wurzelsystem sind Blumen-Hartriegel, Pfennigbuche und Kiefern-Arten. Auch langsam wachsende Sträucher wie Fächer-Ahorn und Zaubernuss eignen sich. Rosen werfen wenig Schatten auf Stauden und wünschen sonnenliebende Begleiter, die sie sanft umspielen, aber nie überwuchern. Schleierkraut, Katzenminze oder Sommer-Salbei passen sehr gut zu Königin Rose.
Stauden am Gehölzrand :
Diese Kombination findet man an Waldrand oder in Rhododendronparks. Rhododendron bekommt mit einigen schlanken Blüten zur Seite neuen Schwung, z.B. mit Silberkerze, Fingerhut und Farn. Elfenblume, Schaumblüte und Waldsteine bilden blühende Teppiche, auf denen sie den Rhododendron betten.
Einige Stauden-Arten begnügen sich mit einer kühlen, halbschattigen bis schattigen Lage, andere blühen erst an warmen und sonnigen Gehölzrändern auf. Breitet sich der Gehölzschatten mit den Jahren aus, beginnen die sonnenliebenden Stauden ins Licht zu wandern, während sich unter den Gehölzen schattenliebende Arten ansiedeln, z.B. die Erd-Orchideen. Im trockenen Schatten unter Bäumen finden sich Maiglöckchen, Alpenveilchen, Haselwurz, Storchschnabel und Immergrün ein.